Walzeninspektion

 

Arbeitswalzen müssen eine gewisse Oberflächenstruktur haben, die auf die Blechoberfläche übertragen werden.

Bislang wurde diese mikroskopisch feine Oberflächenstruktur nach dem Aufbringen als „fertig“ angenommen. Erst bei dem Walzeinsatz werden mögliche Fehler (z.B. Rattermarken) von der Walze auf das Band übertragen.

Diese Fehler werden erst nach Sichtung und Überprüfung des Bandmaterials im Labor erkannt. Mit der iLux Walzeninspektion bleibt dieser Schritt erspart.

Direkt nach dem Schleifprozess kann die Walze mit Hilfe des Inspektionssystems betrachtet werden. Sollten sich Fehler feststellen lassen, wird der Schleifprozess fortgesetzt.

Durch Kenntnis der Oberflächenstruktur kann ein nachträglicher neuer Einspannvorgang mit unnötigem Walzenverschleiß vermieden werden. Dadurch werden Kosten eingespart und der Lebenszyklus der Walze wird verlängert.

   

 

Die Bilder zeigen beispielhaft einen Aufbau für die Kontrolle von Arbeitswalzen bis 850 mm Breite. Das System kann stufenlos auf Durchmesser von 40 bis 140 mm eingestellt werden. Alternativ kann das System auf Anfrage an Walzen mit anderen Abmessungen angepasst werden.

Auf der Walze wird dann ein schmaler Streifen von 70 mm Länge mit einem Laser ausgeleuchtet und auf eine weiße Fläche projiziert. Die Oberflächenstruktur wird dort dann ähnlich wie auf einer Leinwand stark vergrößert abgebildet.

Unregelmäßigkeiten in der rauen Struktur fallen dabei sofort ins Auge. Dadurch lassen sich Fehler wie Rattermarken blitzschnell erkennen. Durch Drehung der Walze von Hand wird dieser Effekt noch verstärkt.

Der Bediener erfährt so, ob er gerade so viel nachgeschliffen hat, dass alle Fehler abgetragen wurden, oder ob er noch nacharbeiten muss. Bislang war es dagegen notwendig, möglichst großzügig abzutragen, damit man sichergehen konnte, dass auch alle Fehler weggeschliffen wurden. Nun muss nicht mehr als notwendig nachgeschliffen werden, was die Lebensdauer der teuren Arbeitswalzen erheblich erhöht.